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Python Agentur finden: 10 Kriterien für die richtige Auswahl

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Die richtige Python-Agentur finden: 10 konkrete Auswahlkriterien

Sie haben entschieden: Eine Agentur ist für Ihr Python-Projekt die richtige Wahl. Jetzt kommt die nächste Frage: Welche? Es gibt Hunderte von Agenturen, und nicht alle sind gleich.

Dieser Leitfaden gibt Ihnen 10 konkrete Kriterien, um die richtige Agentur zu identifizieren. Nutzen Sie diese als Checkliste bei Ihrer Recherche.

1. Tiefe der Python-Expertise

Das fragen Sie:
  • Wie lange entwickelt die Agentur in Python?
  • Wie viele Python-Projekte in den letzten 2 Jahren?
  • Welche Python-Versionen sind aktuell (3.10+)?
  • Nutzen sie Modern Python Features (Type Hints, Async/Await)?
Warnsignale:
  • "Wir kennen Python" ist zu vage
  • Nur Legacy-Projekte im Portfolio
  • Python ist eines von 10 Sprachen (zu breit gestreut)
  • Keine klare Python-Spezialisierung
Grünes Licht:
  • Python ist Core-Kompetenz (nicht Nebenlinie)
  • Aktuelle Django/FastAPI Expertise
  • Sprachen zu nennen: Python, Golang, JavaScript (fokussiert, nicht überall)

2. Framework-Spezialisierung (Django, Flask, FastAPI)

Nicht alle Python-Agenturen können alle Frameworks gut. Das ist normal.

Das fragen Sie:
  • Habt Ihr Django 4.x Projekt-Erfahrung?
  • Wie oft nutzt Ihr FastAPI?
  • Habt Ihr REST APIs mit Django REST Framework gebaut?
  • Celery und asynchrone Jobs – normale Anforderung für euch?
Ideal: Die Agentur spezialisiert sich auf 1–2 Frameworks und kennt sie WIRKLICH gut. Beispiel-Antwort (gut):

"Wir spezialisieren uns auf Django für Web-Apps und FastAPI für High-Performance APIs. 60% unserer Projekte sind Django, 30% FastAPI, 10% Flask. Wir haben 200+ Django-Projekte seit 2015."

Beispiel-Antwort (nicht so gut):

"Wir können Django, Flask, FastAPI, auch Node.js, Java, C#, Go..." (zu breit)

3. Portfolio und Case Studies

Fordern Sie konkrete Beispiele an.

Das fragen Sie:
  • Können Sie 3–5 ähnliche Projekte zeigen?
  • Darf ich mit früheren Kunden sprechen (Referenzen)?
  • Sind die Case Studies detailliert (Tech-Stack, Timeline, Budget, Lessons Learned)?
Rote Flaggen:
  • Kein Portfolio online
  • Vage Portfolio-Beschreibungen ("Web-App für Tech-Startup")
  • Alles unter NDA – kein öffentliches Beispiel
  • Portfolio ist 3+ Jahre alt
Grünes Licht:
  • Öffentliche Case Studies mit Details
  • Kundenlogos sind vertraut (nicht alle anonym)
  • Technische Tiefe erklärt ("Wir migriert von Monolith zu Microservices")
  • Lessons Learned sind ehrlich (was lief nicht perfekt)

4. Team-Struktur und Skalierbarkeit

Wer entwickelt wirklich Ihr Projekt?

Das fragen Sie:
  • Wer ist mein Primary Contact?
  • Ist das ein Senior Developer oder Project Manager?
  • Wie viele Python-Developer arbeitet hier?
  • Kann das Team wachsen, wenn mein Projekt komplexer wird?
  • Was passiert, wenn mein Lead-Developer Urlaub hat?
Warnsignale:
  • Alles läuft über einen "Über-Developer"
  • Agentur hat nur 2–3 Leute insgesamt
  • Keine klare Eskalation für Probleme
  • Kein Projektmanagement erwähnt
Grünes Licht:
  • Dedizierter Project Manager
  • Team hat 5+ Python-Developer
  • Klare Backups für jeden Roll
  • Transparente Org-Struktur

5. Entwicklungsprozess und Agile-Methodiken

Wie arbeitet die Agentur?

Das fragen Sie:
  • Nutzen Sie Agile/Scrum/Kanban?
  • Wie lange sind die Sprints (1, 2, 4 Wochen)?
  • Haben wir wöchentliche Standups?
  • Wie oft bekomme ich Updates (täglich, wöchentlich)?
  • Wie werden Änderungen während des Projekts gehandhabt?
Warnsignale:
  • Kein strukturierter Prozess erklärt
  • "Wir arbeiten immer anders" (zu variabel)
  • Sprints länger als 4 Wochen (zu wenig Feedback)
  • Keine Transparenz-Tools erwähnt (Jira, Linear, etc.)
Grünes Licht:
  • 2-Wochen-Sprints (Standard)
  • Daily Standups (15 min)
  • Wöchentliches Review mit Kunde
  • Change Management Process ist klar

6. Testing & Code Quality

Wie ernst nimmt die Agentur Code-Qualität?

Das fragen Sie:
  • Welche Test-Coverage streben Sie an (70%, 90%+)?
  • Nutzen Sie Continuous Integration (CI/CD)?
  • Code-Reviews: Sind alle PRs reviewed vor Merge?
  • Nutzt Ihr Linting und Type Checking (mypy, Black, ruff)?
  • Automatisierte Test-Suite vor Production-Deployment?
Rote Flaggen:
  • "Tests machen wir später" oder "das kostet extra"
  • Keine CI/CD erwähnt
  • Developers mergen ihre eigenen Code (keine Reviews)
  • "Wir vertrauen unseren Entwicklern" (ist keine Entschuldigung)
Grünes Licht:
  • Mindestens 70% Code-Coverage als Standard
  • GitHub/GitLab Actions für CI/CD
  • Alle PRs reviewed von jemand anderem
  • Automatische Tests vor Deployment
  • Code-Quality Tools (Black, Ruff, mypy) sind Standard

7. Sicherheits-Standards

Sicherheit ist nicht optional. Gute Agenturen denken systematisch über Security.

Das fragen Sie:
  • Sind euch die OWASP Top 10 bekannt?
  • Macht ihr Security Code Reviews?
  • Wie updated Ihr Dependencies (Log4j, Django-Updates)?
  • Nutzen Sie Dependency Scanning (Snyk, GitHub Dependabot)?
  • Habt Ihr Penetration Testing für komplexe Projekte?
  • Wie geht Ihr mit Datenschutz um (GDPR, PII)?
Warnsignale:
  • OWASP wird nicht genannt
  • Keine automatisierte Dependency Updates
  • "Security ist nicht unsere Sache"
  • Keine HTTPS/SSL erwähnt
Grünes Licht:
  • OWASP Top 10 sind bekannt
  • Automatisierte Dependency Scanning
  • Regelmäßige Security Audits
  • GDPR/Datenschutz ist Standard
  • Penetration Testing für kritische Projekte

8. Post-Launch Support und Maintenance

Das Projekt endet nicht mit Go-Live.

Das fragen Sie:
  • Bietet Ihr SLAs für Bug-Fixes an (z.B. 4h Response Time)?
  • Was kostet Monthly Maintenance?
  • Wie lange supportet Ihr nach Launch (3 Monate, 1 Jahr, unbegrenzt)?
  • Wer behebt Production Bugs (gleiche Team oder Support-Team)?
  • Können wir in Maintenance-Mode übergehen, wenn Projekt stabil ist?
Warnsignale:
  • "Das ist nicht in unserem Scope"
  • Kein Support-Modell erklärt
  • Support kostet extra pro Stunde (meist teurer)
  • "Wir sind nur verantwortlich bis Launch"
Grünes Licht:
  • Klare Support-Pakete (Bronze/Silver/Gold mit unterschiedlichen SLAs)
  • Transition zu Maintenance klar dokumentiert
  • Support kann günstiger sein (z.B. 50 EUR/h vs. 150 EUR/h Development)
  • Dokumentation wird für inhouse-Team vorbereitet

9. Preistransparenz und Vertrag

Wie wird abgerechnet?

Das fragen Sie:
  • Welche Preismodelle bietet Ihr (Festpreis, T&M, Staffing)?
  • Was ist im Angebot inklusive (Testing, Documentation, Support)?
  • Gibt es versteckte Kosten (Hosting, Third-Party Services)?
  • Wie werden Änderungen in Scope gehandhabt?
  • Gibt es ein Budget-Cap bei T&M?
Rote Flaggen:
  • Keine klare Preisstruktur
  • Unterschied zwischen Angebot und tatsächliche Rechnung
  • Extra-Charges für Standard-Dinge (Testing, Reviews)
  • Vage Anforderungs-Spezifikation (können Kosten massiv unterschätzt sein)
Grünes Licht:
  • Detailliertes Angebot mit aufgeschlüsselten Items
  • Klar, was inklusive ist (Testing, Dokumentation, Support-Phase)
  • Preis-Vergleich mit anderen Agenturen ist möglich
  • Budget-Cap und Change-Control-Prozess

10. Kommunikation und kulturelle Passung

Zuletzt, aber vielleicht am wichtigsten: Passt die Zusammenarbeit?

Das fragen Sie:
  • Wie oft kommunizieren wir (täglich, wöchentlich)?
  • Welche Tools nutzt Ihr (Slack, Email, Zoom)?
  • Sind Meetings in meiner Zeitzone oder flexibel?
  • Wie transparent ist die Kommunikation (ehrliche Einschätzungen, auch wenn nicht gut)?
  • Verfügbarkeit: 9–5 oder auch Abends/Wochenende?
Warnsignale:
  • Nur Email-Kommunikation (zu langsam)
  • Schwer erreichbar (mehrere Tage Response Time)
  • Versprechungen, die zu gut klingen ("garantierter Launch in 4 Wochen")
  • Nicht bereit, Fragen zu beantworten
  • Großer Timezone-Unterschied mit wenig Overlap
Grünes Licht:
  • Slack/Teams für schnelle Kommunikation
  • Wöchentliche Calls (mindestens)
  • Ehrliche Einschätzungen ("Das wird kompliziert")
  • Deutsch-sprachig oder sehr gutes English
  • Gleiche oder ähnliche Zeitzone (oder Overlap)

Bonus: Die Probe-Frage

Stellen Sie jeder Agentur diese Frage:

"Unser MVP-Budget ist 30.000 EUR. Wann würde Ihr mit uns starten, und wann hätten wir ein launchbares Produkt?"

Gute Agenturen:

  • Fragen konkrete Fragen zurück ("Wie viele Seiten? Authentifizierung?")
  • Geben realistische Timelines (8–12 Wochen für echtes MVP)
  • Benennen Risiken ("Externe Integration könnte X Wochen kosten")

Schlechte Agenturen:

  • "Ja, kein Problem, 4 Wochen" (unrealistisch)
  • Geben Estimate ohne detaillierte Fragen
  • Versprechen alles inkludiert (zu vage)

Die Checkliste zum Abhaken

Nutzen Sie diese Checkliste für jede Agentur, die Sie evaluieren:

  • [ ] Python-Expertise: 5+ Jahre, aktuelle Version
  • [ ] Framework-Spezialisierung: Django/Flask/FastAPI bekannt, nicht überall
  • [ ] Portfolio: 3+ ähnliche Projekte, Case Studies mit Details
  • [ ] Team-Größe: 5+ Python-Developer, Redundanz
  • [ ] Agile-Prozess: 2-Wochen-Sprints, wöchentliche Updates
  • [ ] Testing & QA: Min. 70% Code Coverage, CI/CD
  • [ ] Sicherheit: OWASP bekannt, Dependency Scanning, Security Reviews
  • [ ] Post-Launch Support: Klare SLAs, Maintenance-Pakete
  • [ ] Preis-Transparenz: Detailliertes Angebot, keine versteckten Kosten
  • [ ] Kommunikation: Wöchentliche Meetings, schnelle Response, Deutsch/English
  • [ ] Realistische Timelines: Nicht alles "schneller, billiger, besser"
  • [ ] Kulturelle Passung: Vertraut, verstehen euer Business

Das Fazit: Es gibt keine perfekte Agentur

Aber es gibt Agenturen, die Ihr Projekt besser machen als andere. Nutzen Sie diese 10 Kriterien, um die richtigen Fragen zu stellen. Eine gute Agentur wird gerne auf alle dieser Punkte antwortet.

Falls eine Agentur ungeduldig mit Fragen wird oder zu vage antwortet: Das ist oft das erste Warnsignal. Eine seriöse Agentur fragt genauso viel, wie Sie.

Kontaktieren Sie unsere Python-Agentur – wir beantworten gerne alle diese Fragen und zeigen Ihnen, wie wir arbeiten.

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